
Warum sprechen wir über Migration?
Am Infostand im Wahlkampf werden wir oft gefragt: Was ist eigentlich der Standpunkt der Grünen zur Migration? Manche kritisieren, die Grünen seien zu lasch, andere wünschen sich eine menschlichere Politik. Klar ist: Migration bewegt viele Menschen – und es gibt keine einfachen Antworten.
Früher standen die Grünen für eine offene Migrationspolitik mit Fokus auf Menschenrechte. Heute setzen sie vermehrt auf Steuerung und Ordnung. In der Ampel-Koalition haben sie einige Verschärfungen mitgetragen, andere aus verfassungsrechtlichen Gründen verhindert. Besonders beim Familiennachzug setzen sie auf humane Lösungen zur besseren Integration.
Die aktuellen Pläne von Robert Habeck und Friedrich Merz wurden als Reaktion auf die schweren Verbrechen entwickelt, die 2024 und 2025 in Solingen, Mannheim, Magdeburg und Aschaffenburg von illegalen Migranten begangen wurden. Habeck setzt auf eine Balance aus Sicherheit und Humanität, Merz auf Abschreckung und nationale Kontrolle.
Die politischen Konzepte im Vergleich
Die Ansätze von Robert Habeck und Friedrich Merz unterscheiden sich deutlich in ihrer Herangehensweise an Migration:
- Habeck setzt auf Zusammenarbeit mit der EU, während Merz auf nationale Maßnahmen wie Grenzkontrollen setzt.
- Habeck lehnt Zurückweisungen direkt an der Grenze ab und will stattdessen Asylverfahren schneller machen. Merz fordert hingegen eine konsequente Zurückweisung aller Menschen ohne gültige Papiere.
- Habeck setzt auf gezielte Maßnahmen gegen Straftäter und die konsequente Durchsetzung bestehender Gesetze, wie eine bessere Überwachung von Gefährdern und die Vollstreckung offener Haftbefehle. Merz fordert vor allem härtere Abschieberegeln.
- Die Grünen lehnen jede Zusammenarbeit mit rechtsextremen Parteien strikt ab, während die CDU in migrationspolitischen Debatten bereits in Kauf genommen hat, dass ihre Positionen von der AfD unterstützt werden.
Mehrere Rechtsexperten haben Bedenken, ob die Vorschläge von Merz mit geltendem Recht vereinbar sind und vor Gerichten Bestand hätten. Dauerhafte Grenzkontrollen und pauschale Zurückweisungen könnten gegen das Schengen-Abkommen und europäisches Asylrecht verstoßen. Ein solcher Rechtsbruch könnte andere Länder dazu ermutigen, ähnliche Maßnahmen zu ergreifen, was die europäische Zusammenarbeit gefährden würde – auch auf anderen Gebieten.
Es bleibt außerdem fraglich, ob Merz’ Vorschläge tatsächlich helfen, schwere Gewalttaten zu verhindern. Viele Experten sehen in den Maßnahmen keine Lösung für die Ursachen dieser Verbrechen, sondern eher einen Versuch, die Bevölkerung zu beruhigen, die nach Taten und mehr Sicherheit verlangt.
Letztendlich ist die Klimakrise ein gravierendes Problem, das Teile der Erde unbewohnbar machen wird und daher vielen Menschen dazu zwingen wird, ihr Land zu verlassen – und diesem Problem widmen sich unter den größeren Parteien nur die Grünen.
Warum wir die AfD klar ablehnen
Die AfD wird in Teilen als gesichert rechtsextrem eingestuft. Ihre Politik beruht auf Spaltung, Angst und Hetze. Sie lehnt nicht nur illegale, sondern jegliche Migration ab und will Deutschland abschotten – mit radikalen Mitteln, die unsere demokratischen Werte gefährden. Sie leugnen immer noch den Klimawandel, trotz gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse. Sich dieser Ideologie anzuschließen, bedeutet, gesellschaftlichen Zusammenhalt, Rechtsstaatlichkeit und die Zukunft des Planeten aufs Spiel zu setzen.
Was bedeutet das alles für uns in Eichenau?
Migration ist ein internationales Thema, beeinflusst aber unsere Gemeinde direkt. Bundesentscheidungen setzen den Rahmen für unser Integrationskonzept im Landkreis Fürstenfeldbruck, das von unserem Grünen-Kreisrat Hans Sautmann initiiert wurde. Unser Fokus hier vor Ort liegt auf Teilhabe und Integration:
- Sprache & Bildung: Sprachkurse sind entscheidend für gesellschaftliche Teilhabe.
- Zusammenleben & Teilhabe: Unser Landkreis fördert ein respektvolles Miteinander.
- Gesellschaftlicher Zusammenhalt: Programme zur Integration und interkulturellem Austausch stärken das Miteinander.
🔗 Integrationskonzept Landkreis Fürstenfeldbruck
Unser Fazit:
Habeck verfolgt eine Politik, die Sicherheit, Humanität und Zusammenarbeit verbindet. Merz setzt auf Abschreckung, ohne nachhaltige Lösungen für Integration zu bieten.
Für uns ist klar: Eine gute Migrationspolitik braucht beides – Ordnung und echte Integrationschancen.
sc



